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DECT-Telefone

Verfasst: Mo 3. Dez 2012, 14:35
von Andreas Karstedt
DECT steht für engl. Digital Enhanced Cordless Tele­phone, einen Gerätestandard für schnurlose Festnetztelefone. Menschen, die DECT-Telefone über einen Festnetzanschluss nutzen, wollen ohne Einschränkungen durch das Kabel eines schnurgebundenen Telefons telefonieren. Die Verbindung zwischen der Basisstation und einem oder auch mehreren Mobilteilen erfolgt mittels gepulster hochfrequenter elektromagnetischer Wellen ähnlich wie beim Mobilfunk. Diese Technik ermöglicht laut Herstellerangaben Reichweiten von bis zu 50 m in Gebäuden und 300 m im Freien.
Viele Nutzer dieser Technik telefonieren nebenbei, während sie andere Dinge z.B. im Haushalt oder Garten erledigen.
„Vom Gefühl ganz zu schweigen, bei einem längeren Gespräch der gepulsten hochfrequenten elektromagnetischen Strahlungn ausgesetzt zu sein, ist es mir wichtig, meinem Gesprächspartner am Telefon zuzuhören und nicht anderweitig abgelenkt zu werden", sagt der Baubiologe Siegfried Münstermann aus Bramsche.
Dann weist er auf mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen durch hochfrequente Strahlung hin, die zu Symptomen wie Erschöpfung, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Blutdruckstörungen, Hyperaktivität, Konzentrationsstörungen u.a. führen können.
„Bei meinen Schlafplatzuntersuchungen muss ich immer wieder feststellen, dass die schnurlosen DECT-Telefone zu Problemen führen. Die Basisstationen strahlen oft rund um die Uhr, auch wenn gar nicht telefoniert wird. Messwerte der hochfrequenten Strahlungsdichte von mehr als 1000 µW/m² sind nicht selten. Die baubiologischen Richtwerte für Schlafbereiche nach dem Standard SBM-2008 bewerten das als extreme Auffälligkeit. Erst bei Messwerten < 10 µW/m² kann die Belastung als gering bewertet werden."
Heute bietet der Markt auch Geräte mit einem sogenannten ECO-Modus an, die nur dann strahlen, wenn auch tatsächlich telefoniert wird. Die Beratung beim Kauf ist aber oft mangelhaft. Bei vielen Geräten muss der ECO-Modus bei der Inbetriebnahme und nach jeder Trennung vom Netz erst aktiviert werden. In den meisten Fällen denkt aber niemand daran.

Bemerkenswert ist, dass die Weltgesundheitsbehörde ( WHO ) die Mobilfunkstrahlung in 2011 in die Gruppe 2 ( möglicherweise krebserregend für Menschen ) eingestuft hat!

Münstermann empfiehlt daher, auf DECT-Telefone zu verzichten und ergänzt: "Auch beim Kauf eines schnurgebundenen Telefons muss darauf geachtet werden, dass hier kein integrierter Sender für die Erweiterungsmöglichkeit mit schnurlosen Handgeräten vorhanden ist. Möchte man dennoch nicht auf ein schnurloses Telefon verzichten, sollte man Geräte wählen, bei denen die hochfrequente Strahlung während des Telefonierens reduziert und nach Beendigung des Gespräches zu 100% abgeschaltet wird."

Eine gute Adresse für kostenlosen telefonischen Rat und bei Bedarf Begutachtungen durch fachkundige unabhängige Sachverständige sind die Beratungsstellen von BIOLYSA e.V.
Deren Baubiologen sind bundesweit tätig. Info-Telefon.: 0700 - 246 597 238, Verbindungskosten aus dem Festnetz: 14 Cent / Min.
http://www.biolysa.de